Warten

Das Gegenteil der Strategie Suchen möchte ich warten nennen. Warten heisst, dass man nicht umherzieht, sondern an einem vielversprechenden Platz wartet bis die Fische vorbeikommen oder bis allenfalls vorhandene Fische in Beisslaune kommen. Hierbei ist natürlich die Auswahl des Platzes von entscheidender Bedeutung, ähnlich wie bei anderen stationären Methoden. In der Regel wird man die guten Plätze zunächst beim Suchen entdecken, oder man nimmt sich eine Stelle vor, welche Erfahrungsgemäss vielversprechend ist, wie z.B unterhalb eines Wehres, die Schleusenzone eines Kanals, ein Mündungsgebiet. Ein Allroundangler fischt vielleicht mit Pose oder Grundblei an einem solchen Ort und probiert zwischendurch die Spinnangel aus. Dies kann ganz gut klappen, vor allem wenn man anfüttert und die Schwärme von Weissfischen auf die Dauer auch die Räuber anlocken. Wenn man immer am selben Ort fischt, wird man natürlich öfter mal Köderwechsel vornehmen und allerhand durchprobieren, allerdings bringt es nichts, dies zu übertreiben um noch die letzten Exoten aus der Köderschachtel endlich mal ins Wasser zu bringen. Sinnvoller ist es, bewährte Köder in leichten Variationen auszuprobieren, wie man es im Prinzip auch beim Suchen macht. Z. B. denselben Köder in verschiedenen Farben, mit verschiedenen Bleiköpfe an Gummiködern zu experimentieren oder mal ein Carolina-Rig mit Gummi oder Schwimmwobbler ausprobieren. Vielleicht auch von Spinner zu Wobbler wechseln oder umgekehrt. Auch sollte man innerhalb des Bereichs, den man absucht, alle Stellen mal anwerfen und verschieden Tiefen ausprobieren.Sinn macht diese Strategie trotzdem eigentlich nur auf Fischarten, die auch umherziehen, also Barsch, Zander, Meerforellen. Für Hechte oder Forellen in Fliessgewässern ist sie allenfalls mal eine Alternative für eine halbe Stunde, wenn man glaubt, einen Fisch doch noch irgendwie erwischen zu können.