Barsch

Wissenschaftliche Bezeichnung: Perca Fluviatilis

Vorkommen

Barsche kommen praktisch immer zusammen mit Hechten vor und haben dementsprechend sehr ähnliche Anforderungen an die Gewässer. Sie haben es aber gerne ein bisschen tiefer als Hechte, Strömung und Trübung dürfen auch stärker sein. Dennoch: sehr oft sind Hecht und Barsch praktisch nebeneinander anzutreffen. Sie haben eine besondere Vorliebe für Strukturen im Wasser: die bekannten Barschberge, Pfosten jeglicher Art, verankerte Schiffe, Spundwände etc. aber auch Wasserpflanzen in jeglicher Form.

Verhalten

Der Barsch ist einer der kleinsten Raubfische. Er tritt oft in Gruppen ab c.5 Stück oder gar, ähnlich wie Weissfische und Coregonen, in Schwärmen von mehreren hundert Exemplaren auf. Grosse Schwärme trifft man vor allem an grösseren Seen an, aber auch in Flüssen und Kanälen sind beträchtliche Zusammenrottungen möglich. Der Barsch jagt auch oft in Gruppen, indem er die Beutefische einkesselt. Barsche suchen ihre Beute aktiv und verfolgen sie auch über eine gewisse Strecke. Sie stossen nicht zu wie ein Hecht, sondern können auch kleinen, in panischem Zick-Zack flüchtenden Fischchen erstaunlich gut auf den Fersen bleiben. Barsche ziehen oft umher, wobei sie an Ihren Lieblingsstellen immer wieder vorbeikommen. Sie können aber auch stationär sein. Es sind eben recht vielseitige Fische und sie passen Ihr Verhalten den Umständen an. Sie scheinen dadurch 'intelligenter' als manche andere Fische zu sein, deren Verhalten vorhersagbarer ist.

Angeln

Barsche sind neugierige Fische und beissen oft in relativ grosse Köder. Ich habe die meisten grossen Barsche mit Ködern gefangen, welche eigentlich für Hecht oder Zander gedacht waren. Es scheint sie oft auch sehr zu reizen, wenn der Köder schnell und/oder ruckartig geführt wird. Manchmal ist aber das pure Gegenteil der Fall und der Köder muss im Schneckentempo über den Boden kriechen. Und schliesslich können einen die Barsche auch zum Narren halten, wenn sie dem Köder immer nur neugierig folgen, ohne zuzubeissen. Das passiert offenbar besonders oft, wenn man die Fische sieht. Für Barsche ist sowohl Suchen, als auch Warten als Strategie möglich, je nach den Gegebenheiten. In einigen Gewässern kommen an guten Stellen immer wieder Gruppen von Barschen vorbei. Wenn man solche Stellen kennt, ist warten eine gute Idee. Mit Glück kann man auch die Zugrichtung eines Trupps bestimmen, und ihm folgen.

Köder

Spinner in den Grössen 2 bis 5 (Comet, Aglia, Lusox, Lusox-Doppel, Libelle, Effzett) sind gute Köder für Barsche. Sie können gemächlich und recht gleichmässig geführt werden. Sie sollten nahe am Boden oder Strukturen (Pfosten, Spundwände, Boote, etc) geführt werden. 
Wobbler bis c. 7cm Länge, ausnahmsweise auch darüber ( Shad Rap, Rapala Minnow ) sind ebenfalls oft erfolgreich, wobei ich hier eine aggressive Köderführung mit schnellen unregelmässigen Rucken bevorzuge. Besonders wenn man Nachläufer hat, sollte man die Köderführung 'verschärfen'.
Weichplastikköder (Twister) sind ebenfalls sehr geeignet für Barsche. Fast erfolgreicher, als die klassische ruckartige Führung, hat sich dabei das langsame ziehen über Grund an einem modifizierten Carolina-Rig (Seitenbleimontage) erwiesen. Hierfür eignen sich kleine Twister, welche an gewöhnlichen Wurmhaken montiert werden in Farben wie Rotglitter und Schwarzglitter bei klarerem Wasser und weiss/gelb wenn's trüber ist.
Barsche gehen auch auf Oberflächenköder (Popper), besonders wenn sie in Jagdlaune sind, können sie recht gut damit gefangen werden.
Ausserdem lassen sie sich sehr gut mit der Hegene befischen und gehen auch auf Blinker.

Gerät

Auf Barsche kommt man mit Gerät der Gewichtsklassen Ultraleicht bis mittel gut zurecht. In erster Linie richtet sich die Stärke des Geräts dabei nach den Ködern welche man verwenden will.
Wo Barsche sind, sind meistens auch Hechte, deshalb sollte man immer ein feines Stahlvorfach verwenden.