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Irland im Hausboot


Gemütliches Schleppen

Der grösste Hecht Irlands?Das Hechtparadies Irland musste es dieses Jahr sein. Nachdem wir in Carrick on Shannon das Hausboot übernommen haben, tuckerten wir schon bald los und entdeckten gleich die bequemste Art zu fischen: Schleppen direkt vom Boot aus, gemütlich im Stuhl sitzend und ein Bierchen schlürfend. Zuerst sollte es mal nordwärts gehen, in Richtung Lough Erne. Nach dem wir an der ersten Schleuse gleich von einem Schauer durchnässt wurden, dachten wir, so muss das Wetter in Irland sein. Nachher hatten wir allerdings 3 Wochen strahlenden Sonnenschein bei bis zu 30°! Hin und wieder attackierte ein kleiner bis mittlerer Hecht unsere Schleppköder, erfolgreicher war es aber, vom Ufer und mit dem kleinen Beiboot die Wehrgumpen abzufischen. Wir hatten eigentlich mit allen möglichen Wobblern und auch mit Blinkern Erfolg. Sie durften einfach nicht zu tief gehen, weil das Wasser kaum tiefer als 3m war, an manchen Stellen auch deutlich flacher. An einer Anlegestelle sahen wir einige junge Fischotter und von den Stegen konnte ich gelegentlich mit der Hegene ein paar kleine Barsche überlisten. In der Regel durfte das Boot nur an den dafür vorgesehenen Stegen angemacht werden. Auf einer Strecke, wo dies nicht der Fall war, vertäuten wir es mal 'wild' an einigen Bäumen am Ufer, am nächsten Morgen stand dann ein imposanter Bulle mit Nasenring am Ufer, und wir mussten etwas warten, bis wir die Leinen los machen konnten. Im Lough Erne selber war die Fischerei auch nicht viel anders, hin und wieder ein Hecht aber nichts grossartiges.

Ab in den Süden

Wir machten dann irgendwann kehrt, um die Gegend südlich von unserem Ausgangspunkt auch noch zu erkunden. Ein Abstecher nach westen, in den Lough Key hat sich gelohnt. Der kleine See hatte sehr klares Wasser. Einmal sahen wir im Windschatten einer kleinen Insel mitten im See eine ganze Gruppe von Barschen, die wir praktisch auf Sicht befischen konnten. Als ich meinen Spinner mal etwas tiefer sinken liess, stellte sich heraus, dass auch noch ein Hecht drunter stand. Zurück im Shannon sind wir dann stromab bis ans obere Ende vom Lough Ree gekommen. Dort gab es einen kleinen Abzweiger, der es barschmässig in sich hatte, wie ich bald herausfinden konnte. Mit kleinen, ziemlich schnell und mit scharfen Rucken geführten Shad Raps konnte ich etliche Barsche überlisten, die ein gutes Abendessen abgaben. Es bestätigte sich die Beobachtung, das die Köder in jedem Fall unregelmässig geführt werden mussten eher schnell für Barsche, langsamer für die Hechte. Etwas enttäuscht gingen wir auf die Heimreise: der grösste Hecht war vielleicht knapp 70cm gewesen, vom Hechtparadies Irland hatten wir mehr erwartet.