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Grankullavik, Öland, Schweden 


Badewetter im Juli

Blick vom Leuchtturm über den Eingang der BuchtEs war ja als Familienurlaub gedacht, aber das die ersten Angelversuche in der grossen Bucht an der Nordspitze Ölands so mager ausfallen würden, hatte ich dann doch nicht befürchtet. Wir erfreuten uns erstmal an der schönen Unterkunft und der sehr netten Vermieterin im Grankullavik Fritidsby, das Wetterglück, das reichhaltige Freizeitangebot und die schönen Strände liessen jedenfalls ein gutes Urlaubsgefühl aufkommen. Wegen dem warmen Wetter probierte ich schlauer Fuchs natürlich an den tiefsten Stellen der grossen Bucht meinen Erfolg. In der Fahrrinne zum stillgelegten Fährhafen gab's immerhin so 6-9m Wasser, aber wohl keinen Fisch. Es ist stark anzunehmen, dass die Fische aus der Bucht an die offene Küste (wie der Vermieter meinte) oder gar auf einige Ostsee Riffs gewandert sind (wie ich nach einem Blick auf eine Seekarte der Umgebung und eingedenk der sommerlichen Hechtfänge vor Rügen vermutete). Dazu war das Leihboot aber nicht wirklich geeignet. Dafür gab's für die lieben Kinder dann den Höhepunkt der Ferien mit dem Besuch im Astrid Lindgren Land und wir waren auch ganz begeistert von der Kinderfreundlichkeit der Schweden hier und anderswo.

Meine Tochter machts vor

Taminas erster HechtNachdem ich an einem Abend doch ein Paar kleine Nachläufer (Hechte) im Flachen bemerkt hatte, wollte ich mal meine Tochter mit zum Angeln nehmen. Mittlerweile waren fast zwei Wochen vergangen und das Strandwetter einer etwas anglerfreundlichen Wetterlage gewichen. Wieder fuhren wir an die tiefsten Stellen und wieder erfolglos. Nachdem wir dann vergeblich probiert hatten einem Schauer auszuweichen ging's Richtung Heimathafen. Dort waren ein paar ganz flache Riffs wo ich auch schon verdächtige Bugwellen gesehen hatte. Ich montierte meiner Tochter einen ganz flach laufenden Excalibur Swimming Image und irgendwann begann sie ziemlich aufgeregt auf und ab zu hüpfen: "ich hab einen!". Ich musste beim reinkurbeln helfen und dachte zunächst an Kraut, weil ich keine Bewegung spürte, aber es war tatsächlich ein Hecht! Natürlich musste der mit nachhause und sie war der Held vom Hüttendorf, während ich nur noch einen echten Winzling überlisten konnte.
 

Zalt rules

Auch Barsche mögen einen gejerkten X-RapIrgendwie war der Bann jetzt aber gebrochen, an einer Tour zum alten Hafen konnte ich doch immerhin 3 Hechte und einen anständigen Barsch auf X-Rap überlisten. Allerdings zeichnete sich ab, dass praktisch nur die kleinen Hechte in der Bucht waren und wohl auch die Barschschwärme woanders zugange waren und nur ein paar Einzelgänger zurückgelassen hatten. Am nächsten Tag Morgen wollte ich es aber noch mal wissen und fing in guter Drift am Ufer mit dem Hafen vorbei hie und da ein Hecht. Hinter dem Hafen, ich hatte mittlerweile auf eine 14cm Zalt gewechselt ging es dann plötzlich richtig rund fast jeder Wurf brachte eine Attacke oder einen Nachläufer und es blieb auch ab und an mal einer Hängen, nix über 60cm aber wenigstens Action. Auf den Leuchtturm zu gab's dann wieder ab aber mit 13 Hechten an einem Vormittag war das doch ein respektables Resultat.
So klein und schon ein KunstköderliebhaberAuf der allerletzten Tour, diesmal wieder mit meiner Tochter an Bord, konnte ich dann nicht mehr soviel fangen, dafür durfte sie mich mit einem echten Hechtbaby ablichten. Auch wenn die Resultate nicht so berauschend waren, halte ich das Potential dieser Bucht (zur richtigen Jahreszeit) doch für sehr hoch.