Der Unterlauf der Birs, bevor sie in den Rhein mündet, ist sehr
schnellfliessend und dadurch praktisch ein reines Forellengewässer. Es gibt
schon ein paar wenige Stellen mit langsamerer Strömung, wo sich auch Barben,
Döbel und Nasen aufhalten, ebenso gibt es vereinzelte Äschen, die aber wohl
mit der Wasserqualität noch etwas Mühe haben, und Aale. Ausserdem sind
folgende Kleinfische
vorhanden: Elritze, Strömer, Groppe, Schneider. Der Fluss ist c. 15-20 Meter
breit und nicht sehr tief, so dass es sich gut Waten lässt. In den letzten
Jahren wurde recht viel renaturiert und auch die Durchgängigkeit vom Rhein her
wurde stark verbessert, so dass die Fische ihren Laichplätze besser erreichen
können, neben den Forellen wird dies wohl auch anderen Kieslaichern zugute
kommen: Äschen, Barben und Nasen. So wurde aus dem zuvor stark kanalisierten Gewässer ein
streckenweise ganz ansehnlicher Fluss. Neben den Forellen schätzen dies auch
Eisvögel und Wasseramseln. In den nächsten Jahren sollen weitere Strecken
renaturiert werden und die Einleitungen von Kläranlagen sollen direkt in den
Rhein geführt werden. Und dann warten wir auf den Lachs...
Naturnahe Bewirtschaftung
Früher wurde viel mit fangfähigen
Regenbogenforellen besetzt, später dann mehr mit ebenfalls über dem Schonmass
liegenden Bachforellen. Diese Fische kamen alle aus Zuchteichen und sahen wie
kleine Frankensteins aus. Sie wurden in den ersten Tagen nach dem Besatz (der
ganz früher angekündigt wurde, sich aber auch später immer schnell rumsprach)
zu einem grossen Teil rausgefischt. Es herrschte richtige Forellen(Puff)teich
Atmosphäre. Spätestens beim nächsten Hochwasser war's mit der Herrlichkeit
jeweils vorbei, die entkräfteten Fische, die ja kaum Nahrung fanden (aus
Unfähigkeit, nicht aus Nahrungsmangel) wurden in den Rhein und wahrscheinlich
bis in die Nordsee gespült.
Heute hat sich dies zum Glück geändert. Im Winter werden laichreife
Tiere aus dem Fluss entnommen und abgestreift. Die Eier werden ausgebrütet und
die jungen Fischlein dann in stromaufwärts liegenden Nebengewässern
ausgesetzt. Nach einem Jahr werden sie dann elektrisch abgefischt (es sind immer
auch ein paar zweijährige dabei, die voriges Jahr durch die Maschen gingen), und
wieder in die Birs gesetzt. Dadurch ist ein guter Bestand an kräftigen und
gesunden Fischen entstanden.
Das Fischen
Die Birs lässt sich von einem halbwegs geübten Spinnfischer
mit einem Spinner der Grösse 2 an den meisten Stellen überwerfen. Das heisst
man kann das Gewässer sehr gründlich abfischen. Problematisch ist die oft
starke Strömung, an vielen Stellen kommt fast nur der Wurf flussaufwärts in
Frage. Die Forellen sind nicht sehr wählerisch. Das ist wohl auf die Strömung
zurückzuführen, sie haben einfach nicht die Zeit, den Köder allzu genau unter
die Lupe zu nehmen. Ausserdem führt der gute Besatz mit Jungfischen dazu, dass
nur ein Fisch, der schneller frisst als seine Kumpels, auf Dauer überleben
kann. Trotzdem ist es wichtig, den Köder präzis zu werfen und zu führen.
Mögliche Standplätze hinter Steinen, in Rinnen, direkt am Ufer müssen exakt
abgefischt werden. Dabei ist es wichtig, den relativ leichten Köder auf
genügend Tiefe zu bringen. Das geht mit ein wenig Übung auch ohne Vorblei,
wenn die Strömung nicht gerade allzu stark ist: man muss die vermuteten
Standplätze um ein paar Meter stromauf überwerfen und den Köder dann langsam
vorbeiführen, nur wenig schneller als die Strömung. Oft verfolgt die Forelle
dann den Köder und schnappt erst kurz vor den eigenen Füssen zu, besonders
wenn der Köder mit der Strömung am Angler vorbeigetrieben wird und dadurch
seine Richtung ändert. Bewährte Köder sind Spinner wie der Mepps
Comet in den Grössen 2 und 3 in allen erhältlichen Farben, Mepps
Aglia Long (Rainbo) Grösse 1 - 3, Vibrax Superfox, ABU Reflex etc sowie
Wobbler: Rapala Floating, Rapala Sinking,
Salmo Groppe, Thunderstick,
Firestick, Shad
Rap, Team Esko.