Home Sitemap Info Links

Google
Web Spin Fishing

 

Up

 








Mail to Webmaster


Hechtfischen im Uraldelta


Erstaunlicher Fischreichtum

Das Uraldelta liegt in Kasachstan. Hier mündet der erdgetrübte Fluss, der Europa von Asien trennt, ins Kaspische Meer. Nach einer dreistündigen Bootsfahrt, die in Atyrau begann, erreichten wir unser Quartier, einen am Ufer vertäuten Brandwachter, im Morgengrauen.
Nun würden wir eine Woche in dieser Wildnis aus Wasser und Schilf verbringen. Die letzten Belugas, die von ihren Laichgründen ins Kaspische Meer zurückkehrten, waren gerade verschwunden. Aber wir waren ja wegen den Hechten und Zandern hier. Das Belugafischen ist nochmals ein Kapitel für sich, diese riesigen Störe lassen sich nur mit Big Game Gerät sinnvoll befischen. Die erste Ausfahrt in die Lagune brachte dann gleich eine Überraschung mit sich: man fischt hier mitten im Schilf in 50cm tiefem Wasser. Da musste dann doch die etwas schwerere Rute und kräftigere Stahlvorfächer verwendet werden. Am Morgen bis etwa 11 Uhr reagierten die Hechte sehr gut auf Popper, es gab allerdings hauptsächlich Fehlbisse, da ich auf vorschriftsmässige Einzelhaken umgerüstet hatte. Später fing ich aber mit einem gelben Effzett Spinner doch noch etliche Hechte ( 70 bis 80cm) und die üblichen Beifänge: Barsche bis 34cm, Rapfen bis 65cm und ab und zu eine Kapitale Rotfeder !

Wels auf Popper!

Am nächsten Tag hatte ich meinem Popper dann den Kopfdrilling zurückerstattet, den mit einigen Federn verzierten Einzelhaken am Ende liess ich aber dran. Der Erfolg liess nicht lange auf sich warten: ein schöner Hecht von 95cm und ein Wels konnten dem glupschenden Oberflächenköder nicht wieder stehen. Ein weiterer starker Hecht bog mir dann den Karabiner auf, der bei den Drills im Kraut wohl seine angeblichen 14 kg Tragkraft eingebüsst hatte. Der Popper wurde auch von den Barschen gerne genommen.
Am Nachmittag bissen die Hechte dann kaum noch, obwohl wir stellenweise sehr viele meterlange Burschen sahen. Einen Hecht warf ich auf Sicht mit dem Popper an und konnte sehr schön beobachten, wie er ein paar mal nervös unter dem Köder hin und her schoss, bevor er ihn mit einem Schwall packte: Fehlbiss! Am nächsten Tag drückte der Wind dann das Wasser aus der Lagune, sodass der Wasserspiegel fast um einen halben Meter sank und die Plätze im Schilf unbefischbar wurden. Hechte und Angler mussten sich zuerst an die neuen Verhältnisse anpassen, es wurden nur einige kleine bis 70 cm gefangen. Bis zum Ende unseres Urlaubes drehte der Wind nicht mehr, die Hechte schienen die Nahrungsaufnahme zunächst ganz einzustellen, bissen dann aber doch wieder ganz gut in den Krautbänken vor dem Schilf, sodass ich noch einen 95er mit dem Spinner überlisten konnte.

Kein Meterhecht

Somit waren die Ferien zuende, ohne dass ich meinen ersten Meterhecht fangen konnte, und auf Zander ging überhaupt nichts. Es wurden allerdings von anderen Fischern unserer Gruppe einige Hechte knapp über einem Meter auf Blinker gefangen. Angeblich soll es im Oktober besser sein. Dennoch waren wir zufrieden, denn eine so gute Hechtfischerei hatten wir noch nie erlebt. Einmal hatte ich mit 7 aufeinanderfolgenden Würfen 2 Nachläufer, 2 Fehlbisse und 3 gefangene Hechte. Besonders beim Fischen mit Spinnern sorgen auch die vielen Beifänge für gute Unterhaltung. Ausserdem sieht man in dem klaren und flachen Wasser unzählige Fische, ausser den bereits genannten Arten auch Wildkarpfen, Schleien und Karauschen.

Reiseveranstalter: Husky Tours and Trading (scheint ausser Betrieb zu sein)