Home Sitemap Info Links

Google
Web Spin Fishing

 

Up

 








Mail to Webmaster


Skjoldafjorden 1999


Kleinvieh

Nach einer langen Fahrt im Mietwagen von Oslo aus westwärts erreichen wir unser Quartier, eine kleine Hütte direkt am Fjord, die einem Bauern gehört, dessen Hobby Pferderennen sind. Er donnert mit seinem Einspänner regelmässig übers Gelände.
Die ersten Angelversuche im Fjord ergeben vor allem kleinere Dorsche und Köhler beim Schleppen mit tieftauchenden Wobblern, v.a. der Risto Rap erweist sich wieder mal als toller Wobbler, wenn es gilt, auf tiefstehende Fische zu schleppen. Jenseits des Skjoldastraumen (ein Straumen ist eine Meerenge, die durch die Gezeiten eine starke Strömung entwickelt. In diesem Fall eine Miniversion, in der man problemlos auf Grund schauen konnte, an der schmalsten Stelle vielleicht 30 m breit und 3 m tief) entdecken wir auf dem Echolot eine Ansammlung von Fisch in 12-16 Meter Tiefe, die wir dann gezielt mit kleinen Pilkern von 60-100g befischen. Ausser Dorschen und Köhlern sind hier auch etliche Schellfische bereit, nach unseren Ködern zu schnappen. Ein kleiner Twister am Drilling macht die Köder noch attraktiver. Es sind aber wirklich nur kleine Fische, wir sind wohl zu weit vom offenen Meer entfernt, um die typisch norwegische Fischerei zu erleben. Aber es sollen ja auch keine reinen Angelferien sein, und wir machen einige Ausflüge in die wunderschöne Norwegische Landschaft.

Meerforellen und ein Lachs

Nachdem ich beim Schleppen in unserer Bucht zwischen einer kleinen Insel  und einem Wasserfall einen heftigen Biss auf einen Risto Rap erhalte, entpuppt sich dieser nach relativ kurzer aber temperamentvoller Gegenwehr, als schöne Meerforelle. Jetzt wird natürlich wieder vermehrt geschleppt, neben dem Risto Rap setzte ich auch immer wieder eine orange Shad Rap Kopie ein, die zwar nicht ganz so tief läuft, aber es schien, dass die Salmoniden wieder mal auf orange Bäuche standen. Als wir uns dem Skjoldastraumen näherten plötzlich wieder ein heftiger Biss, nach kurzem heftigen Drill habe ich den Fisch am Bootsrand, das sieht irgendwie anders aus, als die bisherigen Meerforellen, sollte es etwa? Ja, das muss ein Lachs sein, der Schwanzwurzelgriff sitzt jedenfalls gut und ich erkläre ihn zum ersten Lachs meines Lebens. Da wir erst am Beginn unsere Ausfahrt sind, und es ein heisser Tag ist, schenke ich ihm die Freiheit wieder. Kurz darauf vergreift sich noch ein Hornhecht am selben Wobbler. In den folgenden Tagen schleppe ich ausdauernder auf Meerforellen und kann sogar mehrere an einem Tag fangen. Darunter auch ein besonders schönes Exemplar (Bild), welches ich dem Bauern schenke. Dadurch reduziert sich dann die Bootsmiete ziemlich. Beim Pilken erleben wir noch eine schöne Überraschung, als eine kräftige Scholle (Flunder?) beisst (Bild). Und als wir mal wieder den Straumen durchqueren und er eine stärkere Strömung hat, lassen wir uns treiben und werfen vom Boot aus. So fangen wir ein paar kleine Dorsche und Köhler auf Mepps Aglia, keiner grösser als 35cm, aber Spass macht's doch.
Das abschliessende Fazit ist, dass wir sicher nicht im typischen Anglerparadies Norwegen waren, dazu war der Fjord wohl vor allem zu "flach" und zuwenig am offenen Meer, aber die Angelei war dennoch sehr kurzweilig und erfolgreich.