Home Sitemap Info Links

Google
Web Spin Fishing

 

Up

 








Mail to Webmaster


In Mön ist's schön


So hiess es im Artikel einer Fachzeitschrift, die mich zur Auswahl dieses Urlaubsziels animierte. Das Schlauchboot musste mit, die Versicherung dazu erst mal auf Küstengewässer erweitert werden. Ein annehmbares Camping war bald gefunden und die Angelei konnte losgehen. Die ersten Versuche auf Meerforellen im Nordosten der Insel schlugen fehl, die Kreidefelsen waren aber sehr schön, ebenso das Liselunds Slot (ältere Villa mit schöner Parkanlage), in dessen Teichen wir einen schönen Brassenschwarm und ein paar kleine Hechte sahen. Als Anfänger in Sachen Meerforellen durfte ich wohl auch nicht erwarten, gleich eine zu fangen. Im Nordwesten von der Brücke zu einer kleinen Vogelinsel (kein Vogel zu sehen) gelang mir dafür der Fang meines ersten Hornhechtes auf einen leichten Pilker.

Dorschmassen in der Tiefe

Nachdem wir vom Campingplatz aus einige Male auf die Ostsee rausgetuckert waren, ohne was zu fangen, erhielten wir in einer Kneipe von einem Einheimischen den Tipp, es am  Südende der Insel unter der Brücke zu versuchen, dort sei das Wasser schön tief und da stünden die Dorsche. Nach einer 3/4-stündigen Bootsfahrt erreichten wir den fraglichen Ort und stellten beim ablassen der Pilker fest, dass es tatsächlich gut 30m Tief war. Und dann dauerte es auch gar nicht lange bis zum ersten Biss. Wir liessen das Boot treiben und tuckerten immer mal wieder stromauf, wenn die Bisse nachliessen. Die Dorsche waren nicht gross, aber zahlreich, wir fingen bestimmt 30 Stück in 2 Stunden. Am liebsten schienen sie schwarze Beifänger zu haben (wir verwendeten Würmer, wie sie zum Fischen auf Schwarzbarsche üblich sind), nahmen aber auch hin und wieder den Pilker, rote Twister mochten sie aber gar nicht. Die meisten liessen wir wieder schwimmen, was einige grosse Raubmöwen ausnutzten. Offenbar ernährten sich die Dorsche von Krebsen, denn es kam ihnen hinten und vorne eine Ziegelfarbenen körnige Masse heraus. Diese Ernährung schien sich sehr positiv auf den Geschmack Ihres Fleisches niederzuschlagen: niemals habe ich einen köstlicheren Dorsch gegessen.

Und doch noch eine Forelle

Das mit den Forellen hatte ich noch nicht ganz aufgegeben. Im Süden der Insel gab es einen kleinen Durchlauf in einem Damm, der den schon erwähnten Dorschsund von einer flachen Bucht abtrennte. Dort sah ich Forellen steigen, die sich aber meinen Nachstellungen widersetzten, bis ich eines Abends in der Dämmerung meinen 7cm Shad Rap zum x-ten mal in die Bucht feuerte, und er nach wenigen Metern von einem gewaltigen Biss gestoppt wurde. Mir wurde ganz anders, den der Fisch kämpfte wie wild, schliesslich konnte ich ihn aber landen. Eine schöne Regenbogenforelle, sozusagen ein Steelhead, schliesslich lebte sie im Salzwasser. Was wir zu zweit davon nicht essen konnten, erledigte in der Nacht dann der Zeltplatzigel unter fürchterlichem Geschnaufe.